Mirtazapin Sandoz 96 x 30mg

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Mirtazapin Sandoz 30mg


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Mirtazapin ist ein Medikament aus der Gruppe der noradrenergen und insbesondere serotonergen Antidepressiva (NaSSA). Es ist das Pyridylanalogon von Mianserin und wird daher aufgrund seiner chemischen Struktur als tetrazyklisches Antidepressivum eingestuft. 


Pharmakologie

Mirtazapin ist ein noradrenerges und spezifisch serotonerges Antidepressivum (NaSSA): Sie besetzt bestimmte Bindungsstellen der Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin im Gehirn und verändert so deren Einfluss auf die Signalübertragung im Gehirn


Wirkprinzip (Pharmakodynamik)

Mirtazapin blockiert insbesondere präsynaptisch-adrenerge α2A/C Autoreceptoren und Serotoninrezeptoren vom Typ 5-HT2A. Dies führt zu einer verminderten Hemmung durch diese Autoreceptoren oder hemmenden Heterorezeptoren (5-HT2A) und damit vermutlich zu einer erhöhten Freisetzung von Noradrenalin und Dopamin in Teilen des Gehirns[4] Dies könnte im Tierversuch reproduziert werden. Eine relevante Amplifikation der Serotoninfreisetzung wurde in Studien und Tierversuchen nicht bestätigt[5][6] Die Substanz hemmt auch die Serotoninrezeptoren vom Typ 5-HT2C und 5-HT3. Bei den Serotonin-Autoreceptoren vom Typ 5-HT1A wirkt Mirtazapin vermutlich als Agonist und verhindert so eine Erhöhung der serotonergen Übertragung, die durch die α2A/C-Blockade vermittelt wird[7] Schließlich sorgt die ausgeprägte hemmende Wirkung auf den H1-Rezeptor für die beruhigenden Eigenschaften von Mirtazapin, insbesondere in niedrigen Dosierungen[6].

Die Affinität zu cholinergen muskarinischen Synapsen ist nur schwach, weshalb nur geringe anticholinerge oder kardiovaskuläre Nebenwirkungen auftreten. Die Wiederaufnahme von Noradrenalin, Dopamin und Serotonin wird aufgrund mangelnder Affinität zu ihren Membrantransportern kaum beeinflusst; die Affinität zu β-adrenergen und dopaminergen Synapsen ist ebenfalls gering[6] In einer Studie wurde die Wirkung von Mirtazapin auf Opioidrezeptoren durch die Verabreichung von Opioidantagonisten bestätigt. Es hat eine hohe Affinität zum κ3 Opioidrezeptor und in geringerem Maße zum μ Opioidrezeptor.




Quelle: Wikipedia